Ist es echter Manuka? Echter australischer Manuka-Honig erklärt

Authentic Australian Manuka honey lab testing for purity

Wenn man Ihnen gesagt hat, dass echter australischer Manuka-Honig kein „richtiger“ Manuka sei oder nur Honig aus Neuseeland zähle, sind Sie nicht allein. Vielleicht haben Sie das von einem KI-Assistenten oder in einer Online-Bewertung gelesen. Auch Dr. Peter Brooks, ein leitender Chemiker an der University of the Sunshine Coast, der seit über einem Jahrzehnt Manuka-Honig testet, hat das schon gehört. „Wir haben beide sehr guten Manuka“, sagte er uns in einem Interview. „Neuseeland hat behauptet, es sei die einzige Quelle für Manuka-Honig. Nun, das stimmt nicht. Australien hat Manuka-Honig.“

Die kurze Antwort lautet: Ja. Australischer Manuka-Honig ist echter Manuka-Honig. Er stammt von derselben Pflanzengruppe und wird auf denselben aktiven Inhaltsstoff getestet. Die Verwirrung entsteht dadurch, wie Neuseelands Tests und Marken aufgebaut wurden.

Im Folgenden erklären wir, was die einzelnen Tests messen, warum ein einzelner neuseeländischer Marker echten australischen Manuka-Honig ausschließen kann und worauf Sie auf dem Etikett achten sollten.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Manuka-Honig stammt von Leptospermum-Pflanzen. In Australien gibt es über 80 einheimische Arten, in Neuseeland eine.
  • Eine staatlich finanzierte Studie mit mehr als 5.000 australischen Honigproben ergab, dass mindestens sieben einheimische Leptospermum-Arten, darunter die drei Arten, aus denen unser Honig stammt, Honig mit außergewöhnlich hoher antibakterieller Aktivität produzieren.
  • Neuseelands Exporttest sucht nach einem chemischen Marker und Pollen-DNA einer neuseeländischen Art. Daher kann er echten australischen Manuka-Honig unabhängig von seinem MGO-Wert nicht beurteilen.
  • Das AMHA-Authentizitätssiegel bestätigt den Ursprung in Australien sowie Mindestwerte für MGO und DHA, die durch unabhängige Labortests überprüft werden.

Ja, australischer Manuka-Honig ist echter Manuka-Honig

Manuka-Honig ist Honig, den Bienen aus dem Nektar von Leptospermum-Blüten herstellen (1). Der Name bezeichnet eine Pflanzengruppe, die in beiden Ländern wächst. In Australien gibt es über 80 einheimische Leptospermum-Arten (einer Zählung von 2018 zufolge 84), während es in Neuseeland nur eine gibt: Leptospermum scoparium (2, 3). Dr. Brooks brachte es in einem weiteren Interview mit uns einfach auf den Punkt: „Es spielt keine Rolle, woher er stammt, er kann also aus Australien oder Neuseeland kommen. Manuka-Honig ist ein Leptospermum-Honig mit bioaktiven Eigenschaften.“ Der authentische australische Manuka-Honig von Biosota stammt unter anderem von L. liversidgei, L. whitei und L. polygalifolium. Diese Vielfalt trägt wesentlich dazu bei, was australischen Manuka-Honig auszeichnet.

Manuka-Honig wird wegen seiner antibakteriellen Wirkung geschätzt, die hauptsächlich auf eine natürliche Verbindung namens MGO (Methylglyoxal) zurückzuführen ist (1). Hier kann authentischer australischer Manuka-Honig gut mithalten. Eine Studie mit 80 australischen Leptospermum-Honigen fand in Honig aus L. polygalifolium einen MGO-Gehalt von bis zu 1.100 mg/kg (4). In Labortests zeigten Honige mit mehr MGO eine stärkere antibakterielle Wirkung. 22 der 80 waren mindestens so wirksam wie der zum Vergleich verwendete neuseeländische Manuka-Honig (4). In einer größeren, staatlich finanzierten Studie wurden anschließend mehr als 5.000 australische Honigproben und 2.000 Nektarproben von über 50 Leptospermum-Arten untersucht (5). Dabei wurden mindestens sieben australische Arten identifiziert, deren Honig eine außergewöhnlich starke antibakterielle Wirkung aufweist, darunter L. liversidgei, L. polygalifolium und L. whitei, die Art, aus der unser Honig stammt. Die Studie kam außerdem zu dem Schluss, dass die Wirkung australischen Leptospermum-Honigs auf denselben Faktoren beruht wie die neuseeländischen Manuka-Honigs (5). Dr. Brooks gehörte zum Forschungsteam. Gegenüber ABC News sagte er: „Unser medizinischer Honig ist genauso wirksam oder wirksamer als neuseeländischer medizinischer Honig.“ Er fügte hinzu, dass „einige unserer Arten drei- oder viermal wirksamer sind als neuseeländische“ (6). Unser Ratgeber zu den Vorteilen von Manuka-Honig erläutert, was diese Wirkung für Sie bedeuten kann.

Der Name gehört auch nicht ausschließlich Neuseeland. Markenämter in Neuseeland und Großbritannien haben Anträge abgelehnt, „Manuka-Honig“ als geschützte neuseeländische Bezeichnung eintragen zu lassen (7, 8).

Wenn authentischer australischer Manuka-Honig also echter Manuka ist, warum sagen manche Tests, er sei es nicht? Es hängt von einem einzigen Marker ab.

Australischer und neuseeländischer Manuka-Honig

Warum manche Tests sagen, australischer Manuka-Honig „ist kein Manuka“: der 2'-MAP-Marker

Im Februar 2018 führte das neuseeländische Ministerium für Primärindustrien (MPI) eine Definition für Manuka-Honig ein, der aus Neuseeland exportiert wird (9). Sie prüft fünf Kriterien: vier natürliche Chemikalien und DNA von Manuka-Pollen (10). Der Honig muss alle fünf Kriterien erfüllen. Anhand der Werte wird bestimmt, ob er als sortenrein gilt (überwiegend von Manuka-Blüten) oder multifloral ist (eine Manuka-Mischung) (9).

Was das MPI prüft Sortenreiner Manuka Multifloraler Manuka
3-PLA (3-Phenyllactinsäure) 400 mg/kg oder mehr 20 bis unter 400 mg/kg
2'-MAP (2'-Methoxyacetophenon) Mindestens 5 mg/kg Mindestens 1 mg/kg
2-MBA (2-Methoxybenzoesäure) Mindestens 1 mg/kg Mindestens 1 mg/kg
4-HPLA (4-Hydroxyphenyllactinsäure) Mindestens 1 mg/kg Mindestens 1 mg/kg
Manuka-Pollen-DNA Über einem festgelegten Wert vorhanden Über einem festgelegten Wert vorhanden

Auffällig ist, was fehlt: MGO gehört nicht zu den fünf Kriterien. Der Test identifiziert eine Pflanze und kann daher nicht zeigen, wie aktiv authentischer australischer Manuka-Honig ist.

Der wichtigste Marker für australischen Honig ist 2'-MAP. Neben L. scoparium produzieren über 10 einheimische australische Arten aktiven Manuka-Honig, darunter L. polygalifolium und L. liversidgei (2, 4). In den eigenen Untersuchungen des MPI wurde jeder chemische Marker in mehr als einer Pflanzenart nachgewiesen, mit Ausnahme von 2'-MAP, das unter den untersuchten Pflanzen nur in L. scoparium vorkam, der einzigen Manuka-Art Neuseelands (10). In einer Studie aus dem Jahr 2018 zu 15 australischen Leptospermum-Honigen lag der 2'-MAP-Wert bei allen unter der Nachweisgrenze des Labors (11). Daher wird authentischer australischer Manuka-Honig dieser Arten den neuseeländischen Test auf sortenreinen Honig wahrscheinlich nicht bestehen, ganz gleich, wie hoch sein MGO-Wert ist.

Auch in Neuseeland wurde über den 2'-MAP-Wert diskutiert. Das MPI änderte ihn zweimal, bevor es sich auf 5 mg/kg festlegte (9). Als ein neuseeländisches Labor die Definition auf Hunderte einheimischer Honige anwandte, erfüllte nur etwa die Hälfte der Honige mit einem MGO-Wert zwischen 83 und 263 mg/kg die Kriterien für sortenreinen Manuka-Honig (9).

Mindestens eine unabhängige Prüforganisation außerhalb Neuseelands wendet dieselbe Regel an, einschließlich des Grenzwerts von 5 mg/kg für 2'-MAP (12). Nach dieser Regel besteht australischer Manuka-Honig ohne 2'-MAP die Prüfung auf sortenreinen Honig nicht, unabhängig von seinem MGO-Wert.

Identitätsmarker und Aktivität: Was MGO, DHA und Leptosperin aussagen

Manuka-Tests erfüllen zwei verschiedene Aufgaben: Einige identifizieren die Pflanze, andere messen die Aktivität.

Aktivität: MGO und DHA. MGO bildet sich langsam im Honig aus DHA (Dihydroxyaceton), einer natürlichen Verbindung im Nektar von Leptospermum (13). Forschungsergebnisse zeigen, dass Leptospermum-Nektar ungewöhnlich viel DHA enthält. Deshalb erreicht Manuka-Honig einen deutlich höheren MGO-Gehalt als andere Honigsorten (14). In Australien variiert der DHA-Gehalt je nach Art. Der Nektar von L. whitei enthielt über 16.000 mg/kg, während bei einigen anderen Arten kein DHA nachweisbar war (3). Deshalb muss jede Charge authentischen australischen Manuka-Honigs getestet werden, statt sich allein auf den Pflanzennamen zu verlassen. In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr darüber, wie MGO gemessen und eingestuft wird.

Auf einem Glas mit authentischem australischem Manuka-Honig finden Sie möglicherweise auch den Hinweis NPA (nicht-peroxidische Aktivität). Dabei handelt es sich um einen Labortest, der misst, wie gut ein Honig Bakterien hemmt, nachdem sein natürliches Wasserstoffperoxid neutralisiert wurde. MGO und NPA steigen tendenziell gemeinsam an, aber MGO gibt die Menge einer einzelnen Verbindung direkt in mg/kg an (15). Laut AMHA ist diese Methode genauer als die älteren Plattentests (1). Hier erfahren Sie mehr darüber, was NPA auf dem Etikett eines Manuka-Honigs bedeutet.

HMF (Hydroxymethylfurfural) wird oft als Frischetest beschrieben. Es bildet sich mit der Zeit im Honig und bei Hitze viel schneller (5, 16). Das ist für Manuka-Honig wichtig, weil sich auch sein MGO erst mit der Zeit bildet. In einer Lagerungsstudie mit australischem L. polygalifolium-Honig wandelte sich DHA über 10 Monate bei 22 °C kontinuierlich in MGO um, während der HMF-Gehalt gleich blieb. Bei 35 °C stieg der HMF-Gehalt stark an und der MGO-Gehalt nahm nicht zu (5). Die Forschenden empfehlen, jungen Honig mit hohem DHA-Gehalt etwa ein Jahr lang bei rund 22 °C zu lagern, um möglichst viel MGO zu erhalten (5). Dr. Brooks erklärt dasselbe in unserem Video zur Reifung: Bei rund 20 °C wandelt sich DHA innerhalb von 12 Monaten bis zwei Jahren in MGO um, aber Überhitzung zerstört MGO. Aus demselben Grund lassen wir unseren authentischen australischen Manuka-Honig 12 bis 24 Monate bei kontrollierten Temperaturen reifen: So kann sich das DHA vollständig in MGO umwandeln, ohne durch Hitze beschädigt zu werden. Deshalb ist unser Honig bewusst gereift und nicht „frisch“. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Temperatur und Haltbarkeit Manuka-Honig beeinflussen und wie wir ihn richtig lagern.

Identität: 2'-MAP, Pollen-DNA und Leptosperin. Diese geben Aufschluss über die Pflanze, nicht über die Stärke des Honigs. Der Pollen-DNA-Test von MPI verwendet einen Marker, der L. scoparium nachweist, „nicht aber verwandte Arten“ (10). Unser medizinisch wirksamer Honig mit hohem MGO-Gehalt stammt von L. liversidgei, L. whitei und L. polygalifolium. Daher besteht er diesen DNA-Test nicht, unabhängig davon, wie hoch sein MGO-Gehalt ist. Dr. Brooks nennt dieselben drei Arten: „Wir haben weitere Manuka-Arten: Leptospermum polygalifolium, Leptospermum whitei, Leptospermum liversidgei. Sie weisen eine höhere natürliche MGO-Aktivität auf als das neuseeländische scoparium.“ Der Test wurde nie dafür entwickelt, diese australischen Arten zu erkennen. Eine neuseeländische Studie hat sogar ergeben, dass Tasmaniens L. scoparium sich genetisch von der neuseeländischen Art unterscheidet (17). Authentischer australischer Manuka-Honig von anderen Leptospermum-Arten konnte also nie mit einem Test übereinstimmen, der auf die neuseeländische Pflanze zugeschnitten ist. Leptosperin ist eine natürliche Verbindung, die laut AMHA nur in Manuka-Nektar vorkommt und ein stabiler Marker für authentischen Manuka-Honig ist (2). Möglicherweise lesen Sie, dass Leptosperin nur im neuseeländischen L. scoparium vorkommt. Studien haben es jedoch auch in australischem Leptospermum-Honig nachgewiesen. Eine von MPI verfasste Studie ergab, dass die Leptosperin- und 2-MBA-Werte in australischem Manuka-Honig deutlich höher waren als in neuseeländischem Manuka-Honig, allerdings umfasste sie nur fünf australische Proben (10). Auch unser authentischer australischer Manuka-Honig wurde darauf getestet: Im Juli 2025 maß ein akkreditiertes Labor in einer Charge unseres MGO 1717+ einen Leptosperinwert von 1.770 mg/kg.

Das Echtheitszeichen der AMHA: Australiens Standard

Australian Manuka Honey Association (AMHA)AMHA-authentisch

Die Australian Manuka Honey Association (AMHA) ist der Branchenverband für australischen Manuka-Honig. Ihr Echtheitszeichen bestätigt, dass ein Honig „gemäß den Kriterien der Vereinigung zur Definition von authentischem australischem Manuka-Honig geprüft und zugelassen wurde“ (18). Um das Zeichen zu tragen, muss der Honig reiner, natürlicher Manuka-Honig sein, der vollständig in Australien hergestellt wurde (18). Er muss von einem unabhängigen, zugelassenen Labor geprüft werden (18). Die Hersteller müssen außerdem nachweisen, dass der Honig aus Leptospermum-Nektar stammt. Dafür können sie Aufzeichnungen zur Blütezeit, Farbe, Geschmack, chemische Marker und Pollenanalysen heranziehen (18).

AMHA-Stufe MGO DHA
AMHA-authentisch 85 mg/kg oder mehr 170 mg/kg oder mehr
AMHA-zugelassen 30 mg/kg oder mehr 60 mg/kg oder mehr

Die Prüfung von DHA neben MGO ist wichtig, weil sich MGO aus DHA bildet, einer in Nektar vorkommenden Verbindung (13, 19). AMHA-Mitglieder bewahren außerdem für jede von ihnen verkaufte Charge Analysezertifikate unabhängiger Labore auf (1).

Vielleicht haben Sie gelesen, dass eine einzelne Messung nicht beweisen kann, dass ein Honig echter Manuka-Honig ist. Das stimmt, und weder die australische Zertifizierung noch unsere eigenen Prüfungen stützen sich auf nur eine Messung. Für das AMHA-Zeichen sind MGO- und DHA-Ergebnisse sowie Belege erforderlich, dass der Honig aus dem Nektar von Leptospermum stammt (18). Jede Charge unseres Honigs wird außerdem in einem unabhängigen, akkreditierten Labor einem 3-in-1-Test unterzogen, bei dem MGO, DHA und HMF gemessen werden. Wie oben erwähnt, haben wir auch den Leptosperingehalt messen lassen. Unsere Premiumsorten werden zudem an der University of the Sunshine Coast einem AMHA-Authentifizierungstest mit vier Faktoren unterzogen. Dabei werden DHA, MGO, 3-PLA und 2-MBA anhand von Mindestwerten geprüft. Hier sind die Ergebnisse einer aktuellen Charge unseres MGO 1200+ (ppm entspricht mg/kg):

Marker Erforderliches Minimum Unsere Charge MGO 1200+ (Juli 2026)
DHA 170 ppm 2.524 ppm
MGO 85 ppm 1.364 ppm
3-PLA 50 ppm 648 ppm
2-MBA 5 ppm 230 ppm

Das Testergebnis lautete „Authentischer australischer Manuka-Honig“. Der 3-PLA-Gehalt dieser Charge liegt ebenfalls über den 400 mg/kg, die Neuseelands Exportprüfung für monofloralen Manuka-Honig vorgibt (9).

Dr. Brooks, der unseren Bericht mit vier Faktoren freigegeben hat, hat solche Werte im oberen Bereich gesehen: „Ich weiß, dass ich regelmäßig mehr als 2.000 Teile Methylglyoxal pro Million gemessen habe ... Australien kann aktivere Honige produzieren als Neuseeland. Sie sind zwar nicht häufig, aber wenn man sich auf diese Honige spezialisiert, erreichen Biosota-Honige oft solche Werte.“

Unsere gesamte Auswahl an authentischem australischem Manuka-Honig ist AMHA Authentic-zertifiziert und reicht von MGO 150+ bis MGO 2200+. Jede Charge wird mit einem eigenen Echtheitszertifikat geliefert. Weitere Informationen zu unseren anderen Zertifizierungen finden Sie hier: Einstufungen und Zertifizierungen von Manuka-Honig verstehen.

Gerichtsverfahren um Manuka-Honig zwischen Australien und Neuseeland

Wem gehört das Wort „Manuka“? Der Markenstreit und Neuseelands Gütezeichen

Eine neuseeländische Gruppe, die Manuka Honey Appellation Society, bemühte sich jahrelang darum, „Manuka-Honig“ als Gewährleistungsmarke eintragen zu lassen. Die Australian Manuka Honey Association legte Widerspruch gegen den Antrag ein (7).

Am 22. Mai 2023 lehnte das Amt für geistiges Eigentum Neuseelands den Antrag ab und verwies auf Belege dafür, dass die Pflanze in beiden Ländern heimisch ist (7). Es fügte hinzu: „Geschicktes Marketing australischer Honigproduzenten ist nicht gleichbedeutend mit unlauterem Handel ihrerseits. Es rechtfertigt auch nicht die Eintragung eines rein beschreibenden Wortes“ (7). Dr. Brooks erkennt den Māori-Ursprung des Namens an: „Wir versuchen nicht, den Māori-Namen zu beanspruchen, sondern beanspruchen Manuka, den anglisierten Namen“, sagte er gegenüber ABC News (6).

Auch das britische Amt für geistiges Eigentum lehnte den Antrag ab und stellte fest, der Begriff „sei im Handel als Bezeichnung für eine Honigsorte allgemein üblich geworden“ (8). Die Gesellschaft zog ihre Berufung später zurück (8). Keine der beiden Behörden akzeptierte, dass „Manuka-Honig“ ausschließlich neuseeländischen Erzeugern vorbehalten ist. Ein Rechtsupdate aus dem Jahr 2021 berichtete, dass auch ein Antrag in der Europäischen Union als beschreibend abgelehnt worden war (20).

Welche Rolle UMF™ spielt: Auf neuseeländischem Manuka-Honig sehen Sie häufig UMF™. UMF™ ist ein Gütezeichen der UMF Honey Association (UMFHA), die es als Qualitätssicherungssystem für neuseeländischen Manuka-Honig beschreibt (21). Es umfasst vier Faktoren: MGO, Leptosperin, DHA und HMF (21). Produkte mit diesem Zeichen stammen von bei der UMFHA lizenzierten Anbietern (21). Die Vereinigung schreibt selbst: „Das UMF™-Zeichen kennzeichnet authentischen neuseeländischen Manuka-Honig, damit Verbraucher sicher sein können, dass er aus dem Nektar von Leptospermum scoparium gewonnen wird“ (22).

Deshalb finden Sie UMF™ nicht auf authentischem australischem Manuka-Honig. Es ist eine geschützte Marke für neuseeländischen Honig aus einer einzigen Art. Ihr Fehlen sagt Ihnen, woher der Honig stammt, nicht wie stark oder echt er ist.

So prüfen Sie australischen Manuka-Honig vor dem Kauf

Manuka-Honig von Biosota Organics MGO 2000+ im Labor auf Stärke und Echtheit geprüft

Sie brauchen kein Labor, um authentischen australischen Manuka-Honig auszuwählen. Achten Sie auf diese vier Dinge:

  • Ein MGO-Wert in mg/kg. Er misst direkt den Wirkstoff, der für die antibakterielle Aktivität von Manuka-Honig verantwortlich ist (1). Erfahren Sie, warum MGO-Werte wichtig sind.
  • Das AMHA-Zeichen und seine Stufe. AMHA Authentic bedeutet mindestens 85 mg/kg MGO und 170 mg/kg DHA (18).
  • Ein Analysezertifikat für Ihre Charge von einem unabhängigen Labor (1).
  • Ein MGO-Wert, auch wenn auf dem Etikett zuerst NPA steht. Nutzen Sie den ungefähren Richtwert der AMHA unten (2).
NPA-Bewertung Ungefährer MGO-Wert
NPA 5+ 83 mg/kg
NPA 10+ 263 mg/kg
NPA 15+ 514 mg/kg
NPA 20+ 829 mg/kg

Wenn ein Glas authentischen australischen Manuka-Honigs diese Kriterien erfüllt, spricht eine fehlende neuseeländische Kennzeichnung nicht dagegen.

Bereit, Ihren AMHA Authentic Manuka-Honig auszuwählen?

Authentischer australischer Manuka-Honig von Biosota Organics MGO 1200+

Der Manuka-Honig von Biosota ist authentischer australischer Manuka-Honig und AMHA Authentic-zertifiziert. Er wird unabhängig auf Werte von MGO 150+ bis MGO 2200+ getestet, und jede Charge hat ihr eigenes Echtheitszertifikat. Entdecken Sie das gesamte Sortiment von Biosota oder nutzen Sie unsere Stärkeskala für Manuka-Honig, um die passende MGO-Stufe zu finden.

Häufig gestellte Fragen

Ist australischer Manuka-Honig echter Manuka-Honig?

Ja. Manuka-Honig wird aus dem Nektar von Leptospermum-Pflanzen gewonnen. In Australien gibt es über 80 einheimische Arten. Authentischer australischer Manuka-Honig wird auf dieselbe aktive Verbindung, MGO, getestet. Markenämter in Neuseeland und im Vereinigten Königreich haben zudem abgelehnt, „Manuka-Honig“ als geschützten neuseeländischen Begriff einzutragen.

Was ist der Unterschied zwischen MGO und UMF™?

MGO ist eine natürliche Verbindung, die in mg/kg gemessen wird. Sie ist der wichtigste Faktor für die antibakterielle Wirkung von Manuka-Honig. Jeder Manuka-Honig kann darauf getestet werden. UMF™ ist ein lizenziertes Gütezeichen der UMF Honey Association für neuseeländischen Manuka-Honig. Es kombiniert MGO mit drei weiteren Faktoren: Leptosperin, DHA und HMF.

Warum hat australischer Manuka-Honig keine UMF™-Einstufung?

UMF™ ist ein lizenziertes Kennzeichen für neuseeländischen Honig. Laut der UMF Honey Association kennzeichnet es Honig von Leptospermum scoparium. Authentischer australischer Manuka-Honig darf es unabhängig von seinem MGO-Wert nicht tragen. Stattdessen wird er durch MGO-Tests und das Echtheitszeichen der AMHA verifiziert.

Besteht australischer Manuka-Honig Neuseelands Manuka-Test?

Authentischer australischer Manuka-Honig von anderen Arten als L. scoparium besteht die Monofloralitätsprüfung wahrscheinlich nicht, und die Stärke ist nicht der Grund dafür. Neuseelands Exporttest verlangt mindestens 5 mg/kg 2'-MAP, einen Marker, den die MPI-Forschung nur in L. scoparium nachweisen konnte. In einer Studie lag der 2'-MAP-Wert aller 15 getesteten australischen Leptospermum-Honige unterhalb der Nachweisgrenze.

Was ist 2'-MAP und warum ist es wichtig?

2'-MAP (2'-Methoxyacetophenon) ist eine natürliche Verbindung, die laut Forschung der neuseeländischen Regierung unter den untersuchten Pflanzen nur in Leptospermum scoparium vorkommt. Sie weist auf diese Art hin, misst aber nicht die Stärke. In einer Studie war bei keinem der 15 australischen Leptospermum-Honige eine nachweisbare Menge vorhanden.

Was ist das Echtheitszeichen der AMHA?

Das ist das Kennzeichen der Australian Manuka Honey Association für Honig, der vollständig in Australien erzeugt und von einem unabhängigen, zugelassenen Labor geprüft wurde. AMHA Authentic erfordert mindestens 85 mg/kg MGO und 170 mg/kg DHA. AMHA Authorised erfordert mindestens 30 mg/kg MGO und 60 mg/kg DHA.

Ist australischer Manuka-Honig genauso wirksam wie neuseeländischer Manuka-Honig?

Das kann sein. Bei Labortests von 80 australischen Leptospermum-Honigen waren 22 mindestens ebenso wirksam gegen Bakterien wie eine neuseeländische Manuka-Honig-Kontrollprobe, und der MGO-Wert erreichte 1.100 mg/kg. Eine größere, staatlich finanzierte Studie kam zu dem Schluss, dass die Wirksamkeit australischen Leptospermum-Honigs auf denselben Faktoren beruht wie die neuseeländischen Manuka-Honigs. Die Stärke variiert je nach Charge. Prüfen Sie daher vor dem Kauf immer den MGO-Wert auf authentischem australischem Manuka-Honig.

Quellen

  1. Australian Manuka Honey Association, Qualitätsstandards. https://manukaaustralia.org.au/quality-standards/
  2. Australian Manuka Honey Association, Verbraucherbroschüre „Australian Manuka Honey: 100% Pure, Natural, Active“. https://manukaaustralia.org.au/wp-content/uploads/AMHA-Awareness-Brochure_v10_Web.pdf
  3. Williams, Pappalardo, Bishop und Brooks, „Dihydroxyacetone Production in the Nectar of Australian Leptospermum Is Species Dependent“, Journal of Agricultural and Food Chemistry (2018). https://doi.org/10.1021/acs.jafc.8b04363
  4. Cokcetin et al., „Die antibakterielle Aktivität von australischem Leptospermum-Honig korreliert mit dem Methylglyoxal-Gehalt“, PLOS ONE (2016). https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0167780 (antibakterielle Ergebnisse aus Labortests, in vitro)
  5. Cokcetin, Williams, Blair, Carter, Brooks und Harry, „Aktiver australischer Leptospermum-Honig: Neue Quellen und ihre Bioaktivität“, AgriFutures Australia, Veröffentlichung Nr. 19-037 (2019). https://agrifutures.com.au/wp-content/uploads/2019/10/19-037.pdf
  6. Nichols, „Wettstreit zwischen Australien und Neuseeland um Manuka-Honig verschärft sich: Studie hält unseren für den besten“, ABC News (24. Oktober 2019). https://www.abc.net.au/news/rural/2019-10-24/medicinal-honey-in-australia-superior-to-new-zealand-manuka/11635412
  7. ABC Rural, Bericht über die Entscheidung des Intellectual Property Office of New Zealand zur Zertifizierungsmarke „Manuka honey“ (22. Mai 2023). https://www.abc.net.au/news/rural/2023-05-22/australian-producers-score-another-win-in-manuka-honey-war/102376322
  8. Griffith Hack, neuseeländische Honigproduzenten ziehen ihre Berufung im britischen Markenstreit um Manuka zurück. https://www.griffithhack.com/insights/publications/new-zealand-honey-producers-back-down-in-manuka-trade-mark-dispute/
  9. Braggins, Analytica Laboratories, „Die Auswirkungen der Definition von Mānuka-Honig durch MPI“, New Zealand Beekeeper (April 2018). https://www.analytica.co.nz/media/yyrngupd/the-impact-of-mpis-definition.pdf
  10. McDonald, Keeling, Brewer und Hathaway, „Authentifizierung eines hochwertigen Lebensmittels, Manuka-Honig, mithilfe chemischer und DNA-Markeranalysen“, npj Science of Food (2018). https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6550171/
  11. Rückriemen und Henle, „Pilotstudie zur Unterscheidung kommerzieller Leptospermum-Honige aus Neuseeland und Australien mittels HPLC-MS/MS-Analyse“, European Food Research and Technology (2018). https://doi.org/10.1007/s00217-018-3036-1 (Pilotstudie mit 15 australischen Proben)
  12. ConsumerLab, Testmethoden für Manuka-Honig. https://www.consumerlab.com/methods/manuka-honey-comparisons/manuka-honey/
  13. University of Waikato Research Commons, Umwandlung von DHA zu MGO in Manuka-Honig während der Reifung. https://researchcommons.waikato.ac.nz/server/api/core/bitstreams/812d8da7-e8eb-4b99-8bd6-9cfe1d278ff6/content
  14. Journal of Agricultural and Food Chemistry, DHA-Gehalt des Nektars von Manuka (Leptospermum). https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jafc.7b00797
  15. Untersuchung der MGO-Konzentration und der Nicht-Peroxid-Aktivität in Manuka-Honig. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11111008/
  16. Grainger, Owens, Manley-Harris, Lane und Field, „Kinetik der Umwandlung von Dihydroxyaceton zu Methylglyoxal in neuseeländischem mānuka-Honig: Teil IV, Bildung von HMF“, Food Chemistry (2017). https://doi.org/10.1016/j.foodchem.2017.04.066
  17. Chagné et al., genetische Differenzierung zwischen neuseeländischem und tasmanischem Leptospermum scoparium, Tree Genetics & Genomes (2023). https://link.springer.com/article/10.1007/s11295-023-01606-w
  18. Australian Manuka Honey Association, Echtheitszeichen. https://manukaaustralia.org.au/mark-of-authenticity/
  19. Australian Manuka Honey Association, Kriterien zur Definition von authentischem australischem Manuka-Honig. https://manukaaustralia.org.au/quality-standards/criteria/
  20. Clayton Utz, „Dieser Markenstreit ist so süß wie Honig“ (2021). https://www.claytonutz.com/insights/2021/september/this-trade-mark-stoush-is-as-sweet-as-honey
  21. UMF Honey Association, UMF™-Qualitätssicherungssystem. https://www.umf.org.nz/unique-manuka-factor/umf-quality-assurance-system/
  22. UMF Honey Association, „UMF Honey Association: Verbraucherschutz seit 25 Jahren“. https://www.umf.org.nz/umf-honey-association-protecting-consumers-for-25-years/

Die gemachten Aussagen wurden weder von der TGA (Therapeutic Goods Administration Australiens) noch von der FDA (US-amerikanischen Food & Drug Administration) bewertet. Die verkauften Produkte sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern. Manuka-Honig ist kein Ersatz für andere Medikamente oder fachlichen Rat und sollte am besten ergänzend zu bestehenden Behandlungsplänen verwendet werden. Bitte wenden Sie sich an medizinisches Fachpersonal, bevor Sie eine Behandlung beginnen. Beachten Sie, dass die bioaktiven Eigenschaften durch Hitze zerstört werden. Daher wird Manuka-Honig von Biosota Organics weder hitzebehandelt noch pasteurisiert oder sterilisiert.


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