4 gesundheitliche Vorteile von Manuka-Honig, die wissenschaftlich belegt sind
Allgemeines
Honig wird seit jeher allgemein für die Gesundheit eingesetzt. Erst im 20. Jahrhundert geriet er mit dem Aufkommen moderner Antibiotika medizinisch zunehmend in den Hintergrund (1). Durch den verstärkten Einsatz von Antibiotika und antibakteriellen Produkten werden immer mehr Erreger gegen aktuelle Behandlungsmethoden resistent (2). Versuche, Erreger gegen Manuka-Honig (NPA 15+, MGO 550+ mg/kg) resistent zu machen, sind gescheitert, selbst bei Verwendung von verdünntem Honig (4,0–14,8 % Honig) (2).
Honig zur Ersten Hilfe bei Schnitten, Wunden und Verbrennungen
Manuka-Honig (mindestens NPA 12+, MGO 350+ mg/kg) wird direkt, in imprägnierten Verbänden und als Gel zur Ersten Hilfe sowie in der Chirurgie eingesetzt (3). Zu den in Studien belegten Eigenschaften gehören:
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Wunden werden innerhalb von 3 bis 10 Tagen sterilisiert, vorhandene Infektionen werden beseitigt und das Infektionsrisiko wird verringert (1, 4, 5).
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Als Schutzbarriere hält er die Wunde feucht und hält gleichzeitig Bakterien sowie andere Verunreinigungen fern (3).
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Verbände werden daran gehindert, an der Wunde festzukleben, und lassen sich dadurch leichter entfernen (3).
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Viele Wundprodukte enthalten Warnhinweise zur Einnahme, was bei kleinen Kindern problematisch sein kann. Bei der Anwendung von Manuka-Honig bestehen diesbezüglich jedoch keine Probleme (4).
Was ist MGO?
MGO, kurz für Methylglyoxal, ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die in gereiftem Manuka-Honig enthalten ist und aus dem Nektar einiger Vertreter der Pflanzenfamilie Leptospermum stammt.
Unterstützt die Heilung und kann die Narbenbildung bei Wunden verringern
Zahlreiche Studien zeigen, dass Honig und insbesondere Manuka-Honig (mindestens NPA 12+, MGO 350+ mg/kg) die Wundheilung unterstützen und die Narbenbildung verringern können. Manuka-Honig hebt sich durch seinen natürlich vorkommenden MGO-Gehalt von anderen Honigsorten ab und weist dadurch zusätzliche antibakterielle Eigenschaften auf.
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Honig hält die Wunde feucht und geschmeidig und kann dadurch die Narbenbildung verringern (1, 4, 5).
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Der hohe Zuckergehalt im Honig entzieht der Wunde Feuchtigkeit, hemmt das Bakterienwachstum und unterstützt die Wundheilung, indem er schädliche Stoffe aus der Wunde herauszieht (1, 4, 5).
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Die antibakteriellen Eigenschaften von Honig sterilisieren die Wunde, reinigen sie und verhindern Infektionen. Dadurch können sich die Heilungszeit und Komplikationen verkürzen, die die Narbenbildung verstärken könnten (1, 4, 5).
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Honig kann außerdem dabei helfen, abgestorbene Haut aus der Umgebung und dem Inneren einer Wunde zu entfernen. Dadurch bleibt die Wunde sauber und die Heilung wird unterstützt (1, 4, 5).
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Aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften kann der Bedarf an oralen Antibiotika bei Wunden sinken, da Wundinfektionen verhindert werden (4).
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Das MGO im Manuka-Honig kann bakterielle Biofilme durchdringen und Bakterien innerhalb ihrer Schutzschicht angreifen (6).
Vorsicht
Obwohl die Anwendung von Honig zur Wundbehandlung viele Vorteile bietet, ist uns eine vollständige Aufklärung wichtig. Bei der Anwendung von Honig auf Wunden bestehen einige Risiken.
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Menschen mit einer seltenen Honigallergie aufgrund von Bienen- und Pflanzenproteinen sowie im Honig enthaltenem Pollen sollten Honig nicht auf Wunden anwenden (1).
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Eine weitere Gefahr ist Säuglingsbotulismus, der durch eine Verunreinigung des Honigs mit Sporen von Clostridien verursacht wird. Deshalb wird auch davon abgeraten, Säuglinge unter einem Jahr mit Honig zu füttern. Es wurden jedoch keine Fälle gemeldet (1).
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Ein letzter Kritikpunkt für manche Menschen ist, dass Honig beim Auftragen auf eine Wunde Schmerzen verursachen kann, allerdings nicht stärker als einige andere Behandlungsmethoden (1, 7).
Was ist Manuka?
Manuka ist eine gebräuchliche Bezeichnung für die Pflanzenfamilie Leptospermum. Forschende haben ermittelt, welche Vertreter dieser Familie medizinisch nutzbaren Honig hervorbringen. Einige Vertreter aus Australien gehören zu den besten der Welt.
Honig kann Halsschmerzen lindern und Husten reduzieren
Honig wird seit jeher als traditionelles Mittel gegen Halsschmerzen und Husten eingesetzt.
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Ein Esslöffel Honig, zweimal täglich in Kombination mit entzündungshemmenden Medikamenten, Antibiotika und antiseptischen Gurgellösungen angewendet, verringerte die Symptome und verkürzte die Genesungszeit von 100 Personen mit Halsschmerzen im Vergleich zu Personen, die keinen Honig verwendeten (12). Dies ist auf die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Honig zurückzuführen. Aufgrund seiner verstärkten antibakteriellen Eigenschaften ist bei Manuka-Honig eine stärkere Wirkung zu erwarten.
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Studien haben gezeigt, dass Honig Hustensymptome lindert, allein jedoch nicht zur Behandlung von chronischem Husten ausreicht (13).
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Eine häufige Ursache für Halsschmerzen und Husten ist die Erkältung. In Labortests zeigte Manuka-Honig im Vergleich zu anderen Honigsorten bessere antivirale Eigenschaften gegen Erkältungen (14).
Manuka-Honig ist für Menschen mit Diabetes geeignet
Anfangs gab es Bedenken hinsichtlich der Anwendung von Manuka-Honig bei Menschen mit Diabetes (8). Bis heute haben KEINE Studien nachteilige Auswirkungen von Manuka-Honig bei Diabetes festgestellt. Studien deuten sogar auf einige positive Wirkungen hin.
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Der glykämische Index (GI) von Manuka-Honig (NPA 14-18, MGO 460-667 mg/kg) liegt nachweislich zwischen 54 und 59. Damit gilt er im GI-Bereich als niedrig bis mittel und weist einen günstigeren GI als reiner Zucker auf (9).
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Neben den Vorteilen des Verzehrs von Honig wurde Manuka-Honig zur Heilung diabetischer Fußgeschwüre eingesetzt und erzielte vergleichbare oder bessere Ergebnisse als herkömmliche medizinische Methoden (4, 10, 11).
Mehr erfahren: Vorteile von Manuka-Honig.
Unterstützende Forschung
- Bittmann, S. First results of Treating Pediatric Wounds with Medihoney: Analysis of 60 Cases. GSL Journal of Pediatrics 2018, 1, 102.
- Blair, S. E.; Cokcetin, N. N.; Harry, E. J.; Carter, D. A. The Unusual Antibacterial Activity of Medical-grade Leptospermum Honey: Antibacterial Spectrum, Resistance and Transcriptome Analysis. European Journal of Clinical Microbiology & Infectious Diseases 2009, 28, 1199–1208.
- Stewart, J. A.; McGrane, O. L.; Wedmore, I. S. Wound care in the wilderness: is there evidence for honey? Wilderness & environmental medicine 2014, 25, 103–110.
- Kamaratos, A. V.; Tzirogiannis, K. N.; Iraklianou, S. A.; Panoutsopoulos, G. I.; Kanellos, I. E.; Melidonis, A. I. Manuka Honey-impregnated Dressings in the Treatment of Neuropathic Diabetic Foot Ulcers. International Wound Journal 2012, 11, 259–263.
- Duncan, C. L.; Enlow, P. T.; Szabo, M. M.; Tolchin, E.; Kelly, R. W.; Castanon, L.; Aballay, A. M. A Pilot Study of the Efficacy of Active Leptospermum Honey for the Treatment of Partial-thickness Facial Burns. Advances in Skin & Wound Care 2016, 29, 349–355.
- Majtan, J.; Bohova, J.; Horniackova, M.; Klaudiny, J.; Majtan, V. Anti-biofilm Effects of Honey Against Wound PathogensProteus mirabilisandEnterobacter cloacae. Phytotherapy Research 2013, 28, 69–75.
- others,, et al. Evidence summary: Wound management: Medical-grade honey. Wound Practice & Research: Journal of the Australian Wound Management Association 2017, 25, 117.
- Majtan, J. MethylglyoxalA Potential Risk Factor of Manuka Honey in Healing of Diabetic Ulcers. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 2011, 2011, 1–5.
- Chepulis, L.; Francis, E. The glycaemic index of Manuka honey. e-SPEN Journal 2013, 8, 21– 24.
- Alam, F.; Islam, M. A.; Gan, S. H.; Khalil, M. I. Honey: A Potential Therapeutic Agent for Managing Diabetic Wounds. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 2014, 2014, 1–16.
- Gill, R.; Poojar, B.; Bairy, L. K.; Praveen, K. S. E. Comparative Evaluation of Wound Healing Potential of Manuka and Acacia Honey in Diabetic and Nondiabetic Rats. Journal of pharmacy & bioallied sciences 2019, 11, 116–126.
- Nanda, M. S.; Mittal, S. P.; Gupta, V. Role of honey as adjuvant therapy in patients with sore throat. National Journal of Physiology, Pharmacy and Pharmacology 2017, 7, 412.
- Oduwole, O.; Udoh, E. E.; Oyo-Ita, A.; Meremikwu, M. M. Honey for acute cough in children. Cochrane Database of Systematic Reviews 2018
- Watanabe, K.; Rahmasari, R.; Matsunaga, A.; Haruyama, T.; Kobayashi, N. Anti-influenza Viral Effects of Honey In Vitro: Potent High Activity of Manuka Honey. Archives of Medical Research 2014, 45, 359–365.
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